WIEDERGEBOREN
“Ich weiß nichts als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten” (1. Kor 2,2)

 

06 - Wie komme ich in das Reich Gottes ?

 

 

Jetzt kommen wir zu dem entscheidenden Thema: Was muss ich tun, um gerettet zu werden. Die Not dabei ist, dass wir einerseits schon erkennen, dass wir nicht aus eigener Kraft zu Gott kommen können, andererseits erwartet Gott für sein Rettungsangebot eine Antwort von uns, die sich in Taten zeigt.

 

Gott sagt in den Evangelien: Kommt, es ist alles bereit. Jesus ist der zweite Adam, indem wieder die Herrlichkeit Gottes wohnt. Und wir dürfen ihn als unseren neuen Stammvater des Heils annehmen, in ihm sind gesegnet alle Geschlechter der Erde. Zugang zu ihm bekommen wir durch eine neue Geburt von oben, aus Gott. Durch Geburt haben wir Verbindung mit dem ersten Adam und wir tragen alle Folgen seiner Verfehlung. Durch diese Neu-Geburt haben wir Verbindung mit dem letzen Adam, Jesus Christus, und mit allem Segen, der von ihm ausgeht.

 

Jesus sagt zu Nikodemus: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!“ 1 Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Und wer an den Sohn Gottes glaubt, der geht nicht verloren und hat das ewige Leben, er ist aus Gott geboren.

 

Allen aber,

die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht,

Kinder Gottes  zu werden,

denen, die … aus Gott geboren sind.  (2)

 

 

Wir nehmen Jesus Christus auf, indem wir ihm so vertrauen, wie er es verdient. Er ist von Gott, dem Vater, als Sohn bestätigt, indem er ihn auferweckte, er hat ein vollkommenes Opfer dargebracht, um uns eine vollkommene Erlösung zu erwirken, er hat nun Macht, uns ewiges Leben zu geben. Wenn wir IHN so aufnehmen, dann geschieht es ähnlich, wie wenn ein Zweig, der in den Weinstock eingepfropft wird und das Leben des Weinstocks aufnimmt, seinen Saft, seine treibendes Lebenskraft. Erst in der richtigen Verbindung kann das Leben wachsen. So ist es auch bei uns mit Jesus Christus, wenn wir durch Glauben und Unterwerfung unter seine Leitung auf ihn eingepfropft werden, leben wir in ihm und seine Lebenskraft erfüllt auch uns. Nicht mehr wir leben für uns, sondern Christus lebt in uns und wir leben für ihn.

 

Wer mit seinem Mund Jesus als den Herrn bekennt, - weil er sich Jesus und seinem Wort unterworfen hat - und in seinem Herzen glaubt, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, - weil er darin Gewissheit hat, dass Jesus lebt, - so wird er gerettet.

 

  • Zuvor freilich muss uns einmal aufgegangen sein, dass wir vor Gott ein gewaltiges Defizit haben, eine Schuld, für die wir verantwortlich sind, wir haben die Herrlichkeit Gottes, die wir haben sollten, verloren.

  • Sodann, wir können uns nicht selber erlösen, aber Gott hat uns in Jesus Christus eine vollkommene Erlösung bereitet.

  • Schlussendlich haben wir ihm die Führung unseres Lebens anvertraut, indem wir nicht mehr für uns leben, sondern für den, der für uns gestorben und auferstanden ist.

 

Eine Lebensentscheidung und ein Herrschaftswechsel

 

Bei dieser Lebensentscheidung unter der Herrschaft Jesu Christi erfolgt also ein Herrschaftswechsel. Vorher waren wir von unserem Ich beherrscht, von unseren Sorgen und Begehren, aber letztlich auch vom Lauf dieser Welt und taten, was wir uns eben dachten. Nach diesem Herrschaftswechsel ist Jesus Christus der Mittelpunkt in unserem Leben und wir achten auf seinen Geist in seinem Wort in allen unseren Entscheidungen. Wir entscheiden also alles mit ihm und unter ihm, weil wir seine Führung schätzen und suchen.

 

Dadurch ordnet sich dann vieles in unserem Leben. Interessen richten sich neu aus auf den heilbringenden Willen Gottes und unser Herz ist dort zuhause, wo unsere Berufung ist. Ein Hunger nach Gottes Wort wird wach, weil wir nun wissen, dass wir aus jeglichem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt, leben und nicht mehr vom Brot allein. Der Heilige Geist der Verheißung, der nun in uns wohnt, zeigt in Sanftmut auf, was noch korrigiert werden sollte und gibt uns auch Kraft dazu. Unsere Zuversicht wächst, weil alles im Leben sinnvoll geworden ist. Wir leben in einer erfüllten Zeit, es gibt keine Frustration mehr.

 

1  Johannesevangelium 3, 3

2   Johannesevangelium 1, 12

 

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Ein Abendgebet (Psalm 4)

 

Wo ich lebe, werden die Kirchturmglocken zu verschiedenen Tageszeiten geläutet: Um 6 Uhr in der Frühe sagen sie: „Steh auf, sprich mit dem himmlischen Vater und starte zuversichtlich in den Tag!“; um 11 Uhr: „Auf zum Mittagsgebet – und essen nicht vergessen!“; um 15 Uhr: „zu diesem Zeitpunkt starb Jesus; sei dankbar, dass du dadurch leben kannst!“ – und um 20 Uhr: „Feierabend! Betet gemeinsam: ‚Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist. Dein göttlich Wort, das helle Licht, lass ja bei uns auslöschen nicht!’ 
 
Eine weitere mögliche Gebetsform, den Tag zu beschließen. Die Spitzenaussage: Es kann Friede – und ruhiger Schlaf werden, wenn Gott da ist. Wie wollten wir also auf die Bitte verzichten: „Hilf mir, dass ich sicher wohne“?

„Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, der Tag hat sich geneigt.“ (Lukas 24,29)
 
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Mit diesem Abschnitt ist ein wichtiger Wendepunkt erreicht worden. Nun wird ein abschließender Teil (07) noch folgen, der aufzeigen wird, wie dieses neue Leben im Alltag aussieht, in der Beziehung mit solchen, die ebenfalls diese Erfahrung machen.

 

 

 
 

wie geht es nun weiter im NEUEN Leben mit JESUS CHRISTUS ?

 

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